Im Alleegarten soll ein neuer, schattiger und teilweise wettergeschützter Lern- und Begegnungsort für Studierende entstehen. Der zentral gelegene Standort zwischen Mensa und Tanzbrunnen eignet sich besonders als Treffpunkt, leidet jedoch bislang unter starker sommerlicher Überhitzung – trotz seines wertvollen Baumbestands.
In einem Workshop wurden die gewünschten Nutzungen gemeinsam mit Studierenden konkretisiert. Im Fokus stehen ruhige Arbeits- und Diskussionsmöglichkeiten mit WLAN und Stromversorgung. Der Ort versteht sich programmatisch als Außenerweiterung der nahegelegenen Bibliothek und ergänzt diese funktional und gestalterisch.
Das Konzept formt die bestehende Topografie leicht um und schafft einen geschützten Rücken zum Fußweg. Nach Süden öffnen sich Sitzstufen, ergänzt durch beschattete Arbeitsplätze und ein großzügiges Liegenetz.
Langfristig entwickelt sich der Pavillon zu einem hybriden Bauwerk aus Architektur und lebender Struktur: Zunächst trägt eine temporäre Konstruktion das Dach, später übernehmen die heranwachsenden Bäume schrittweise die statische Funktion. So entsteht ein wandelbarer, nachhaltiger Lernort, der mit dem Ort und seiner Vegetation mitwächst.